Xaver und Vitus im Wirtshaus

Newsletter_15-12

„Früher, da hat’s ja noch keinen Weihnachtsmann gegeben, bei uns da. Da haben wir ein Christkindl g’habt, gell, Vitus?“
„Hör mir auf mit dem saudummen Weihnachtsmann, Xaver, der schaut eh bloß aus wie ein g’schlamperter, g’wamperter Nikolaus!“


„Und seine depperten Hirsch‘ … man mag’s ja gar nicht glauben, was sich die Amerikaner immer für eine Phantasie einfallen lassen!“
„Keine Hirsch‘! Rentiere sind das. Der Hirsch bist selber!“

„He, Fritz! Hast es g’hört? Darf mich der alte Depp in deinem Wirtshaus einen Hirschen heißen?“
„Du, ich geb dir gleich einen alten Deppen, du grantiger Greis!“
„Ja, ihn schau an! Er, der ohne seinen Hackelstecken keine zwei Meter weit kommt, sagt zu mir Greis!“
„Lieber einen Hackelstecken, als wie eine Hörmaschin‘ im Ohrwaschl!“
„Die wär‘ für dich auch recht, damitst selber hören könntst, was d‘ immer für einen Unsinn sagst!“
„Geh! Bei dir hilfts Hören auch nix, weilst eh nicht mehr verstehst, was d‘ hörst!“

„Herrschaftszeiten nocheinmal, könnts ihr zwei denn wenigstens an Weihnachten einmal nicht streiten? Da habts noch eine Halbe, aber dann gehts heim ihr zwei, bevors euch wieder mit Bierdeckeln und Zahnstocher bewerfts!“

„Geh, Fritz! Wir streiten ja gar nicht, wir sag’n ja bloß, gell, Vitus?“
„Eh nicht streiten wir! Weil an Weihnachten, da g’hört sich so was nicht!“
„Prost, Vitus!“
„Prost, Xaver, frohe Weihnachten wünsch ich!“
„Ich wünsch dir auch frohe Weihnachten, Vitus!“

„Musst mir immer alles nachmachen, gell, weil von selber fällt dir ja nix mehr ein, Depp!“
„Ja, da schau her! Meinst denn du, ich hätt dir noch nie als erster frohe Weihnachten g’wünscht, du hirnbrandiges Schnittlauchmanderl!“
„Fritz! Halt mich zurück! Weil gleich fällt der Watschnbaum um!“

„Glaubst es, ich werd‘ noch narrisch mit euch zwei alten Streithanseln!“ …